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Rezensionen

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11. Mai 2014

Elle Marc, Zentauren küssen anders



Ein Unfall machte ihn zu dem, der er heute ist: verletzt, verbittert, einsam.
Er hat nur noch einen Wunsch: ein Leben in Freiheit, in den Wäldern, fernab der Zivilisation.
Als der Tierarzt Eric Ehrenthal die Fähigkeit erwirbt, sich in einen Zentauren zu verwandeln, sieht er sich am Ziel seiner Träume.
Gäbe es da nicht das weibliche Geschlecht, das der impotente Mann plötzlich wie magisch anzieht...

Ein HARFE-Roman. Humor.Action.Romantik.Fantasy.Erotik.


Rezension

Auch in deutschen Landen
gibt es Zentauren, wie schön! Bisher vermutete ich sie nur in Fantasywelten – seit die alten Griechen sie haben aussterben lassen. Nun, Eric, die Hauptfigur ist so einer, bloß weiß er das lange Zeit nicht. Deswegen liest sich der Beginn für mich etwas zäh. Überwindet man ihn, dann wird das sehr schön und auch amüsant.

Er redet mit den Tieren,
wie eins Franz von Assisi. Das heißt, er muss das erst hinkriegen, denn zu Anfang kann er kaum glauben, dass er seinen – im Übrigen entzückenden – Kater verstehen kann. Auch mit seinem Pferd plaudert er. Beide Tiere sind wunderbar gezeichnet, man merkt, dass die Autorin viel von der Tierwelt weiß.

Tja, die Frauen...
Eric hat da so seine Entscheidungsschwierigkeiten. Das ist auch ausführlich zu lesen in dem Buch. Etwas zu unentschieden ist der Herr da für mich, ein Hin, ein Her, soll er diese oder jene oder ganz die andere ... das hätte für mich kürzer abgehandelt sein dürfen.

Die wunderbare Welt der Fabelwesen
und das heute in unserer Zeit finde ich eine sehr gute Sache an dem Roman. Leider wird das aber nur wenig behandelt. Das finde ich schade, darin läge das Potenzial der Geschichte. Es würde das Alltägliche durchbrechen und das ist aus meiner Sicht verschenkt worden.

Erzählstil und Technik
Daran habe ich nichts auszusetzen, die Wortwahl ist gewandt, erzählt wird fließend und elegant, die Schauplätze sind gut vorstellbar, atmosphärisch, man riecht die Wiesen, ekelt sich mitfühlend vor unbehandelten Verletzungen von Pferden (beispielsweise), hat Spaß mit Kater Aaron und dem Erstaunen Erics, als er begreift, dass er ein Zentaur ist. Wenn noch ein bisschen mehr davon und weniger von den Liebeleien erwähnt würden, hätte ich das Buch noch lieber gelesen.
Da dies aber der Debüt-Roman von Elle Marc ist, denke ich, da geht noch viel mehr! Bin gespannt, was die Autorin noch schreiben wird.

Elsa Rieger
     


Leseprobe hier im SALON



Die Autorin
Ich wurde 1968 im Frankenwald geboren, einem herb-romantischen Flecken Erde im nördlichen Bayern. Mein Herz schlägt noch heute für die wilde Schönheit der fränkischen Natur, auch wenn ich - durch Studium und Beruf umtriebig geworden – zurzeit mit meinen Lebensgefährten und meinen Tieren im Südwesten Deutschlands lebe.

Fasziniert und inspiriert von den Filmen „Twighlight“ und „Herr der Ringe“ – nun, ich mache keinen Hehl daraus - flogen mir die Ideen für meine erste Fantasy-Geschichte über den Tierarzt Eric, der sich in einen Zentauren verwandeln kann, nur so zu.
Sicherlich kam ich auf die Zentauren, weil sie in der Literatur eher wenig Beachtung finden, zumindest im Vergleich zu anderen Fantasiegestalten wie Vampiren, Werwölfen, Dämonen, Elfen oder Engeln. Nicht dass ich etwas gegen Vampire hätte, ganz im Gegenteil: ich liebe sie. Trotzdem überwog der Wunsch, den stark vernachlässigten Zentauren zu einem Auftritt auf der Bühne der Literatur zu verhelfen. Meine Leidenschaft für Pferde wurde mir sprichwörtlich in die Wiege gelegt.

Jetzt taucht natürlich ein ganz großes Fragezeichen auf: darf es ein solches Buch überhaupt geben? Eines, in dem Spannung, Liebe, Fantasy, Alltag, Humor, Romantik und Erotik miteinander verschmelzen? Die Antwort war schnell gefunden, denn es fanden sich weder Agenten noch Verlage, die sich darauf einlassen wollten. Ein solches Buch wäre schwer zu platzieren und es folge auch nicht dem heutigen Mainstream bekam ich zu hören. Jetzt hatte ich aber drei Jahre - neben meinem "normalen" Job - in dieses Buch investiert und weigerte mich, das so einfach hinzunehmen und schlicht aufzugeben. Bei kranken Tieren tue ich das ja auch nicht. Kurz und gut, ich gab dem Kind einen eigenen Namen und taufte meine Geschichte als HARFE-Roman. Das steht für Humor, Action, Romantik, Fantasy und Erotik. Was aber nicht heißen soll, dass es nicht schon ähnlich gestrickte Bücher gibt, die eben kurzerhand in ein Genre hineingepresst wurden.

Was mich über die Maßen begeisterte, war die Tatsache, dass ganz viele andere Autorinnen und Autoren den Weg über einen eigenen Verlag gegangen sind und ihre Bücher zuerst nur oder ausschließlich als E-Books herausgegeben haben. Das machte mir Mut, diesen Weg auch selbst zu gehen.


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