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Rezensionen

Gerne stelle ich Ihr Buch vor.

29. März 2013

Anika Werkmeister, Wenn die Liebe anklopft

„Wenn die Liebe anklopft“ kann das durchaus auch Turbulenzen zur Folge haben. In Anika Werkmeisters Debut-Roman scheint es anfangs, als sei der Protagonistin das Glück nicht vergönnt. Die große Liebe ist Vergangenheit - und die beste Freundin stellt sich als die schlimmste Feindin heraus, die eine Frau in ihrer Lage nur haben kann. Doch da sind ja immer noch ihre Familie und ihr Beruf als Kinderkrankenschwester, den sie über alles liebt. Als auf ihrer Station die zweijährige Nele als einzige Überlebende eines schrecklichen Autounfalls eingeliefert wird, ist sie für Angie nur eine Patientin, die besondere Zuwendung braucht. Doch mit der beginnenden Liebe zu diesem mutterlosen Kind verändert sich ihr komplettes Leben... Autorin Anika Werkmeister kann die teilweise autobiografischen Züge ihres Erstlingswerkes nicht verleugnen - und will das auch gar nicht. Ihr Roman besticht durch Leichtigkeit und die Natürlichkeit, die nur Geschichten haben, die eigentlich das Leben schreibt ...



Rezension

Herzerln über Herzerln
flammen bei Angie auf, als sie Ronny in der Disko begegnet. Ihre beste Freundin Monia, die den Feschak als erste entdeckte, ist nicht sehr erfreut darüber und entpuppt sich zu einer miesen Figur. Dass Ronny, der da überhaupt nichts dafür kann, von Angie schließlich in die Wüste geschickt wird, ist mir nicht recht plausibel, der Rest des Buches aber durchaus.

Nie wieder,
schwört sich Angie, die Kinderkrankenschwester, wird sie ihr Herz einem Mann schenken. Tja, Pustekuchen! Sie will sich nun mal verlieben, dagegen ist kein Kraut gewachsen, und prompt tappt sie in die Falle eines Arztes auf der Station, weil er sich rührend um die kleine Waise Nele kümmert, die Angie gleich innig liebt. Ob die Kleine, nachdem ihre Eltern und Bruder bei einem Unfall umkamen, eine neue Familie finden wird? Angie macht sich Sorgen. Mehr verrate ich nun nicht mehr.

Lebendig und frisch
erzählt die Autorin die Geschichte von Angie, ihrem Beruf, ihrer Sehnsucht nach Liebe. Sehr humorvoll in den Wirrnissen, spontan und ganz nah am Leben einer jungen Frau. Das Buch ist richtig gut lektoriert, fehlerlos, ausdrucksstark geschrieben, man ist mitten drin und hofft, dass alles gut geht. Berührend auch das kleine Mädchen und sein Schicksal. Die Autorin kennt sich gut aus mit Kinderseelen und Frauenherzen. Eine sympathische Autorin, ein sympathisches Buch.
Herzliche Empfehlung!    

Elsa Rieger






Die Autorin
Mein Name ist Anika Werkmeister, ich wurde 1982 in der Rattenfängerstadt Hameln als erstes von vier Kindern geboren. In und um Hameln bin ich aufgewachsen. Im Alter von 12 Jahren schrieb ich die ersten Kurzgeschichten für meine Brüder. Lange Jahre danach beschränkte sich meine Schreibkunst dann nur auf die Aufsätze in der Schule. Bis ich mit 16 Jahren meinen Mann kennenlernte. Wir heirateten im Dezember 2002, und als im Mai 2003 unser Sohn geboren wurde, fing ich an, ganz für mich, kleinere Geschichten zu schreiben. Im Dezember 2005 zogen wir mit unserem Sohn in die Nähe von Berlin. Im Juli 2006 machte uns die Geburt von Cecilia komplett. Während eines Krankenhausaufenthalts im Oktober 2010 entstand die Idee zu meinem Debüt Roman „Wenn die LIEBE anklopft“, die ersten Seiten waren schnell geschrieben. Ich war angekommen, wusste, was ich vom Leben wollte, und schrieb das Buch in nur drei Monaten zu Ende. Meiner Mutter, der ich das Buch zu ihrem 50sten Geburtstag schenkte, ermutigte mich, es verschiedenen Verlagen vorzustellen.
Ich hatte mir das alles wirklich einfacher vorgestellt. Ich schickte Leseproben an viele Verlage. Natürlich waren auch die großen dabei (Lübbe und Heyne) ich bekam nur Absagen.
Umso glücklicher war ich, als ich eines Tages einen riesigen Umschlag aus dem Briefkasten zog, der einen Verlagsvertrag enthielt. Die Freude währte nicht lange, ich war an einen Druckkostenzuschussverlag gelangt. Ich sollte 9000 Euro für die Veröffentlichung bezahlen. Das konnte und wollte ich nicht! Ich suchte weiter, schrieb Exposés, druckte Leseproben und verschickte an jeden Verlag, den ich im Internet finden konnte. Es war immer dasselbe, die seriösen (die die keine Druckkosten verlangen) wollten mich nicht, weil sie keinen Platz für unbekannte Autoren hatten, und die unseriösen (DKZ Verlage) wollte ich nicht. Obwohl ich gestehen muss, dass ich so manche Nacht wach gelegen und überlegt habe, wo ich das Geld für die Veröffentlichung hernehmen sollte.
Dank moderner Medien, die uns das Schließen von Freundschaften einfach macht, bekam ich den Tipp, mein Manuskript dem Traumstunden Verlag zu schicken. Mir wurde gesagt, dass dort den Jungautoren eine Chance gegeben wird. Ich ließ mir die E-Mail-Adresse geben und schrieb drauf los.
Es dauerte nicht lange und ich bekam Antwort. Ich sollte mein Exposé überarbeiten und mich danach wieder melden.
Es dauerte acht Wochen, bis ich mit meiner neuen Arbeit zufrieden war, und schickte alles erst wieder im Dezember 2011 an den Verlag.
Da ich nach drei Monaten immer noch keine Antwort bekommen hatte, wollte ich meine noch nicht gestartete Autorenkarriere an den Nagel hängen. Das wiederum ließ meine Freundin nicht zu und zwang mich nachzufragen.
WIE GUT, DASS ICH ES GETAN HABE.
Es stellte sich heraus, dass der Verlag sich geteilt hatte und meine letzte Email im Nimmerland verschwunden war. Britta Wisniewski bat mich, ihr mein Manuskript erneut zu schicken. Keine 24 Stunden später bekam ich von ihr die Zusage, sie wollte mein Buch veröffentlichen. Die eigentliche Arbeit konnte beginnen. Ich habe und hatte ein Komma-Problem! Sie bat mich, mein Buch noch einmal selbst zu überarbeiten. Ich nahm mir die Leseprobe, die ich an alle Verlage geschickt hatte, vor und arbeitete. Als ich damit durch war, wollte ich auch den Rest überarbeiten und stellte mit Erschrecken fest, dass die Datei auf meinem Laptop verloren gegangen ist. Ob aus Versehen gelöscht oder beim Verschieben verschwunden konnte ich nicht mehr nachvollziehen. Ich bekam Panik, fürchtete, meinen Traum vom eigenen Buch nicht verwirklichen zu können. Bis mir meine Cousine in den Sinn kam, die die Datei von mir geschickt bekam (meine Mutter hatte zu ihrem Geburtstag das vollständige Manuskript ausgedruckt bekommen).
Ich bekam meine Datei wieder und konnte alles überarbeiten. Ich war glücklich.
Mittlerweile waren wir ein letztes Mal umgezogen. Wir wohnen seit Anfang Dezember in Dollern.
Von der Überarbeitung durch den Verlag bis zum Druck vergingen nicht ganz zwei Monate.
Mein Buch verursachte von Anfang an Chaos, erst war die Datei verschwunden, dann fehlten Satzzeichen und zum Schluss machte es bei der Auslieferung an mich einen Umweg über Bayern.

Anika Werkmeister, Wenn die Liebe anklopft. Traumstunden Verlag

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