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Rezensionen

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12. September 2012

Horus W. Odenthal, Ninragon Band 1 – 3

Die Welt, in der sie leben
Odenthal hat eine grandiose Welt erdacht. Plastisch jeder Stein, jedes Tal, alle Kampfschauplätze. Nachvollziehbar, als stünde man mitten im Geschehen. Krieg und Kampf herrschen hier, feindliche Rassen befehden sich, im Grunde ein Spiegel unserer Welt. Nur, dass sich hier Elfen, Homunkuli herumtreiben, mittendrin ein Mensch: Auric der Schwarze. Dieser Mensch bleibt nicht Feind, er wird Freund der verbannten nichtmenschlichen Rasse namens Ninraé. Insbesonders Darachel ist Auric in Freundschaft verbunden.


Der Held Auric der Schwarze
wird von Darachel schwerverletzt nach Himmelsriff gebracht, um dort mit Hilfe der vergeistigten Ninraé zu gesunden. Bislang ein schmerzgeprüfter Soldat, gewinnt Auric bei diesem Volk neue Erkenntnisse. Und der Leser erlebt eine faszinierende Heldenreise hautnah, fast schmerzhaft, nimmt er Anteil an blutigen Ereignissen, als Auric seinem Erretter Darachel aus seinem Leben erzählt. Um die Ninraé zu unterstützen, erteilt Auric ihnen vom Krankenlager aus Unterricht im Schwertkampf.
Gesundet nimmt er schließlich die Ernennung zum General an, womit nicht alle einverstanden sind. Er gerät in einen Hinterhalt, dem er knapp entkommt.
Abenteuer reiht sich an Abenteuer, plausibel ineinandergreifend, logisch aufgebaut. Mann muss diese Bücher einfach lesen.

Als pazifistisches Wesen
konnte ich mich dem Geschehen dennoch nicht entziehen. Das liegt vor allem an Odenthals Erzählstil, andernfalls hätte ich Ninragon wohl beiseite gelegt. Aber die Art und Weise, wie der Autor schreibt/beschreibt, ließ mich nicht mehr los. Seine Wortgewalt und Ausdrucksfähigkeit „spielt alle Stückln“, wie man in Wien sagt. Abwechslungsreich und lebendig benützt er unverbrauchte Formulierungen, langweilt nicht durch Wiederholungen, was leider bei nicht so wortgewandten Indie-Autoren leider allzuoft passiert. Außerdem ist das Werk bestens lektoriert, das sieht man.
Zudem verfügen die Figuren über Charakter und Mehrdimensionalität, was für mich ausschlaggebend ist, an einem Buch dranzubleiben.
Der Plot, relativ kompliziert durch die vielen Figuren und Ereignisse, ist einwandfrei erdacht und ausgeführt.
Der Mann hat’s drauf, mein Kompliment.  
Wer Fantasy schätzt, findet hier einen Schatz.

Elsa Rieger









Der Autor
Horus W. Odenthal wurde in den weiten Ebenen der Randbereiche des Rheinlands geboren. Schon früh stand für ihn fest, dass er Geschichten erzählen wollte. Zunächst dachte er daran, Schriftsteller zu werden, aber dann kamen ihm die Comics in die Quere und er entdeckte das Zeichnen. So verschrieb er sich dem Comic als dem Medium seiner Wahl. Ein Grafik-Design-Studium machte ihn zum Autodidakten.
Seit seinem Studium lebt er im Einfluss des Gravitationsschachts der Kaiserstadt Aachen, heute zusammen mit seiner Frau und seinen Töchtern.
Unter dem Namen „Horus“ wurde er als Autor und Zeichner von Comics bekannt.  In diesem Medium wurden seine Werke in Deutschland und Amerika veröffentlicht und erhielten zahlreiche Nominierungen und Preise. Die meiste Aufmerksamkeit auch außerhalb der Leserschaft von Comics erzielte seine Comic-Novelle „Schiller!“, erschienen im Schiller-Jahr 2005  in Zusammenarbeit mit der Deutschen Schillergesellschaft.
Horus W. Odenthal galt in diesem Medium als „der Geschichtenerzähler“. Seine Besessenheit galt in erster Linie dem Verfolgen einer Erzählung, dem Weben von Geschichten, dem die Zeichnungen zu dienen hatten, dem sich der Zeichenstil anzupassen hatte.
Nachdem er schließlich immer stärker das Bedürfnis verspürte, Geschichten zu erzählen, die innerhalb des Rahmens seines Medium nur schwer zu realisieren waren, verlegte er sich auf das Schreiben reiner Prosa, hier speziell von phantastischen Romanen und schuf hier für sich ein Erzähluniversum, das die Genregrenzen sprengt und ihm die Möglichkeit bot, die Geschichten zu erzählen , zu denen er sich hingezogen fühlte.
Die „Ninragon“-Trilogie mit den Bänden „Die standhafte Feste“, „Der Keil des Himmels“ und „Der Fall der Feste“, die klar dem Fantasy-Genre angehört, ist das erste Beispiel dafür und führt den Leser zum ersten Mal in seine Welt ein.
Alle drei Bände sind bei Amazon als eBooks erhältlich. Weitere Romane sind in Vorbereitung.

Besuchen Sie die Internetseite des Autoren „Horus W. Odenthal – The Range: Die unendliche Weite der Worte“ http://www.horus-w-odenthal.de, seine Facebook-Seite http://www.facebook.com/Horus.W.Odenthal oder sein Blog http://horus-w-odenthal.blogspot.de;. Folgen Sie ihm auf Twitter unter @HorusWOdenthal.




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